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Maßnahmen im Vergleich

Am Vorhaben beteiligte Institutionen

Erstellte Berichte

    Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Ergebnisse der groß- und kleinräumigen Modellrechnungen (Szenarien):

  • Die langfristig und europaweit angelegte Maßnahme Trend 2005 und insbesondere deren Verschärfung, Reduktion 2005, sind mit Abstand die effektivsten zur Senkung hoher Ozonkonzentrationen während hochsommerlicher Schönwetterperioden. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen (bis zum Jahr 2005) können Abnahmen der Ozonspitzenwerte bis zu 40% erreicht werden. Es muß aber weiterhin mit Überschreitungen des derzeitigen Warnwerts von 180 µg/m3 gerechnet werden. Die Anzahl solcher Überschreitungen wird aber deutlich geringer sein als heute.
  • Temporäre und regional begrenzte Maßnahmen wie ein Tempolimit, ein Fahrverbot für nicht schadstoffarme Pkw oder die Einführung von sog. "Sommerbenzin", das weniger Schadstoffe enthält, tragen für sich alleine nur geringfügig zur Verminderung hoher Ozonkonzentrationen bei, da die damit verbundene Abnahme der Ozon-Vorläuferstoffe zu gering ist. Die durch solche Einzelmaßnahmen erreichbaren Abnahmen der Ozonspitzenwerte liegen bei höchstens 5%.
  • Erst die Kombination mehrerer regional begrenzter Maßnahmen führt zu einer deutlichen Reduktion der Ozon-Vorläuferemissionen (50% und mehr) und macht sich dann auch in einer deutlichen Senkung der Ozon-Belastungsspitzen bemerkbar. Es ist allerdings nicht zu erwarten, daß die Abnahme der Ozonspitzenwerte selbst bei Ausschöpfung des gesamten regionalen Minderungspotentials größer als 20% sein werden.
  • Eine Vergrößerung des Anwendungsgebiets erhöht die Wirkung von Maßnahmen. Die auf mehrere Bundesländer oder sogar bundesweit ausgedehnte Anordnung eines allgemeinen Tempolimits oder eines Fahrverbots für nicht schadstoffarme PKW hat daher eine stärkere ozonmindernde Wirkung als eine regional begrenzte Anordnung.

Fazit:

Temporäre, regional begrenzte Maßnahmen können nur dann zu einer nennenswerten Kappung hoher Ozonspitzenwerte beitragen, wenn die damit verbundene Emissionsminderung mindestens in der Größenordnung von 50% liegt.

Langfristig und großräumig angelegte Maßnahmen sind wesentlich effektiver und erreichen mit geringeren Emissionsminderungen eine stärkere Wirkung als temporäre, regional begrenzte Maßnahmen mit höheren Emissionsminderungen.

 
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